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Felix Gmür, Solothurn

Bischof von Basel

Bewusst verzichten, glücklich bleiben

Bischof Felix ist der jüngste unter seinesgleichen. Täglich ist er zu Gottesdiensten, öffentlichen Anlässen, Seelsorgegesprächen oder Sitzungen unterwegs. Im Winter fährt er leidenschaftlich gerne Ski. Im November und März sind weisse Pisten heute auch in hoch gelegenen Skigebieten nicht mehr selbstverständlich. «Einmal war ein schmales schneekanonengeneriertes Kurvenband ins Tal das einzig Weisse auf dem sonst grünen Grashang.»

Franz von Assisi ist das Beispiel schlechthin für die Achtsamkeit gegenüber Schwachen und eine authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie. Sein “Gesang auf die Schöpfung“ von 1225 ist bis heute erhalten. In einer weltweiten Perspektive thematisiert Papst Franziskus seit 2015 den Umwelt- und Klimaschutz, bestehende soziale Ungerechtigkeiten und die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen. «Das Lob der Schöpfung Gottes ist in seiner Enzyklika Rahmen, Motivation und Ziel für die Sorge zu unserer Erde, unserem gemeinsamen Haus. Franziskus fordert einen neuen Lebensstil: Entschleunigung und Achtsamkeit im Umgang gegenüber Mitmenschen und Ressourcen. Dabei wendet er sich ausdrücklich nicht nur an Katholikinnen und Katholiken, denn das Leben auf unserem Planeten und die Zukunft der Erde betrifft alle Menschen.»

Bischof Felix’ Tipp für die Fastenzeit: «Achtsam einkaufen und achtsam essen. Auf Lebensmittel verzichten, die auf Kosten von Umwelt oder Menschen produziert werden. Es kann befreiend sein, wenn man feststellt, dass Verzichten das Glück nicht schmälert.» Was, wenn die Fastenzeit vorüber ist? «An Ostern gibt es ein Dessert.»