Anna-Lena Holm, Olten

Fotografin

Natur sichtbar machen

«Wer die Natur mit wachen Augen sieht, über sie staunt, sie bewundert und von ihr lernt, will sie auch schützen», glaubt Anna-Lena Holm. Und der achtsame Umgang mit der Natur ist der jungen Fotografin wichtig. Deshalb sucht sie ihre Motive dort, wo Mensch und Natur zusammentreffen: «Mich interessieren Gärten, Heilkräuter, Landwirtschaft, nachhaltig orientierte Firmen und Naturschutz.»

Längst geht es ihr dabei nicht nur um die Faszination der Naturfotografie. Die Bilder haben sich zu einem Kommunikationsmittel mit einer Botschaft entwickelt: «Wir alle sind von der Natur und der Umwelt abhängig – nicht umgekehrt. Deshalb stelle ich sie ins Zentrum.» Ob dabei ein Betrachter ihre Wahrnehmung als idealisiert einstuft oder seine persönliche Wahrnehmung überdenkt, ist für Anna-Lena Holm nicht entscheidend: «Hauptsache: Die Bilder lösen innerlich etwas aus und wir setzen uns mit dem Wert und dem Schutz von Natur und Umwelt auseinander.»

Auch eine praktische Auseinandersetzung mit der Natur findet Anna-Lena wichtig. «Die Arbeit im Garten ist für mich einerseits erfüllend, andererseits auch eine Möglichkeit über Pflanzen und deren Anbau zu lernen.» In diesem Wissen sieht Anna-Lena einen wichtigen Baustein für einen klimaschonenden Lebensstil: «Durch die eigene Erfahrung begreifen wir zum Beispiel, wie viel Zeit und Ressourcen in unseren Lebensmitteln stecken. Das motiviert uns, Foodwaste zu vermeiden und saisonal zu essen.»

Auf solche Themen möchte Anna-Lena mit der Fotografie aufmerksam machen. Aktuell möchte sie sich dem Lebensraum von Insekten, insbesondere von Bienen widmen. «Wilde Gärten sind nicht nur für Bienen ein Paradies, sie sind auch für uns eine Augenweide. Leider stimmen mir da aber viele Leute nicht zu. Genau deshalb möchte ich sie vom Gegenteil überzeugen.» Zu sehen gibt es ihre aktuellen Bilder auf Instagram unter www.instagram.com/anna_lena_holm

2018