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Bele Schmid, Balmberg

Besitzer Seilpark

Der Balmberg wandelt sich

Seit Generationen finden Menschen auf dem Balmberg Erholung. Bei Wanderungen auf den Jurahöhen, im Skigebiet oder für Motorradtouren auf der steilen Passstrasse.

Der Betriebsleiter der Skilift Balmberg AG, Bele Schmid, mag diese Landschaft. Als Teilhaber erlebt er, dass schneearme Winter dem Unternehmen zunehmend Probleme bereiten. Die Bereitschaft für grössere Investitionen schwindet.

Und doch gibt es neue Perspektiven. 2007 führte eine Schulreise seine Kinder in einen Seilpark in der Innerschweiz. Begeistert erzählten sie ihm davon. Da entbrannte das Feuer, nochmals etwas Neues zu wagen. Er begann mit dem Aufbau eines Seilparks auf dem Balmberg.

Er erkannte, dass die majestätischen Buchenwälder ideal für eine solche Anlage sind. Zum Spannen der Drahtseile musste kein einziger Baum gefällt werden. Auch bezüglich Infrastruktur war alles vorhanden - Parkplätze, eine Postautolinie und Restaurants.

Sicher gab es am Anfang Skeptiker. „Wir holen dann die Stahlseile, wenn du sie nicht mehr brauchst“, meinten die einen. Doch heute und wohl auch in Zukunft ist der Seilpark aus touristischer Sicht bald wichtiger als die Skilifte. Bele Schmid erzählt vom letzten schneearmen Winter, als der Skilift nur 15 Tage in Betrieb war, die Pisten aber drei mal neu aufgebaut werden mussten.

Die Anlage kann von April bis November bei praktisch jedem Wetter genutzt werden. Letztes Jahr konnten 23'000 Eintritte verkauft werden. Vielleicht kann der Park mit dem Klimawandel bald ganzjährig betrieben werden. Bele Schmid möchte noch10 Jahre seine Energie in das Unternehmen stecken und es dann seinen Kindern vererben.