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Ursachen

Seit vielen Jahren ist sich die Wissenschaft einig: Eine erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre führt zu einer Erwärmung der Erde und damit zu einem Wandel des Klimas. Das liegt am Menschen. Wir verbrauchen sehr viel Energie. Energie für Heizung und Strom, Energie für das Auto oder Energie für die Herstellung all der Produkte, die wir im täglichen Leben brauchen. Ein grosser Teil der Energie erhalten wir durch die Verbrennung von fossilen Brenn- und Treibstoffen. Dabei entsteht sehr viel Kohlenstoffdioxid (CO2). Es hält die Wärme der Sonne, die von der Erde abgestrahlt wird, zurück. Wissenschaftler nennen das den vom Menschen verursachten Treibhauseffekt.

Der Treibhauseffekt

Wird die Erde von der Sonne erwärmt, reflektiert sie einen Teil der Strahlung. Diese Wärmestrahlung geht aber nicht einfach an den Weltraum verloren, sondern wird von natürlich vorkommenden Gasen in der Atmosphäre zurückgehalten. Die Atmosphäre wirkt also wie das Glasdach auf einem Gewächs- oder Treibhaus. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es bei uns kalt wie im Universum. Leben, wie wir es kennen, wäre nicht möglich.

Die wichtigsten natürlichen Gase, die z.B. in der Erdatmosphäre die Wärme der Sonne speichern, sind Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2), Methangas (CH4) und Lachgas (N2O). Sie lassen die Sonnenstrahlen zwar zur Erde durchscheinen, behalten aber einen grossen Teil der von der Erde reflektierten Strahlung zurück.

Seit der Industrialisierung wird durch die Emission von Gasen – vor allem bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Gas oder Öl (Benzin) - der natürliche Treibhauseffekt verstärkt.

Natürliche Veränderungen der Konzentration von Treibhausgasen hat es in der Erdgeschichte schon öfters gegeben. Der durch den Menschen beeinflusste Treibhauseffekt spielt sich aber in verhältnismässig kurzer Zeit ab. Während der letzten 100 Jahre hat sich das Klima mehr verändert als in den letzten 750’000 Jahren.

Treibhausgasemissionen

Jeder Einwohner und jede Einwohnerin der Schweiz stiess im Jahr 2014 durchschnittlich 6.4 Tonnen Treibhausgase pro Jahr aus. Das sind 1.9 Tonnen weniger als im Jahr 1990. Die pro Kopf-Emissionen der Schweiz sind im Vergleich mit anderen Industrieländern eher niedrig. Sie sind aber deutlich höher als diejenigen von Entwicklungsländern und weit über dem Zielwert von 1 t CO2 pro Person und Jahr. Dieses Ziel sollte spätestens Ende Jahrhundert erreicht werden, um die globale Erwärmung auf weniger als 2°C zu begrenzen.

Für die Herstellung von Konsumgütern für die Schweiz entstehen im Ausland Treibhausgase („graue Emissionen“). Berücksichtigt man auch diese Emissionen, ist der Pro-Kopf-Ausstoss der Schweiz auf ähnlichem Niveau wie in den Nachbarstaaten.

Wieviel emittiert der Kanton Solothurn?

Für den Kanton Solothurn gibt es eine Schätzung für den CO2-Ausstoss (ohne andere Treibhausgase) für das Jahr 2010. Sie zeigt, dass sich der pro Kopf-Ausstoss des Kantons Solothurn in der Grössenordnung der gesamten Schweiz bewegt. Die Daten stehen im Emissionskataster zur Verfügung.