Sandra Boner, Solothurn

Moderatorin SRF Meteo

Immer wieder den Lebensstil überdenken

„Wenn der Schmetterling in der Sahara mit seinen Flügeln schlägt, dann könnte es zum Beispiel auf dem Bielersee eine Windhose geben.“ Sandra Boner, Solothurner Wetterfee, illustriert mit dieser Metapher die wechselseitige Abhängigkeit von Natur und Wetter bzw. Mensch und Klima. Als Wetterexpertin ist sie sich bewusst: „Die Natur ist bestrebt alles auszugleichen und wir Menschen bringen durch unser Handeln dieses Gleichgewicht immer wieder aus der Balance.“

Sandra Boner ist nicht erst durch ihren Job beim SRF Meteo auf die Klimaveränderung aufmerksam geworden. „Ich bin in einem nachhaltigen Umfeld aufgewachsen“, sagt die diplomierte Ergotherapeutin. So war sie sich z.B. schon früh bewusst, dass jede Warenverpackung für die Produktion viel Energie erfordert und damit CO2 ausgestossen wird. „Ich glaube, dass jeder seinen Lebensstil hinterfragen und in seinem Umfeld schauen sollte, was er mit gutem Gewissen tun kann.“

Noch heute hat Boner kein Auto. Sie pendelt für ihren Job als Moderatorin schon seit 15 Jahren von Solothurn nach Zürich und hat dabei eine interessante Beobachtung gemacht: „Früher war ich häufig vom Nebel in die Sonne gefahren, in den letzten Jahren beobachte ich weniger Nebeltage im Winter.“ Tatsächlich, die Nebelhäufigkeit hat in den letzten 30 Jahren abgenommen. Dies bestätigt die Nebelstatistik von Meteo Schweiz.

Die Beobachtungen und Erfahrungen, die Boner bei ihrem Job als Wetterexpertin laufend macht, bestätigen ihr nachhaltiges Handeln. Und wenn Solothurn eines Tages gar nebelfrei wird? „Das würde ich sehr schade finden. Denn der Nebel ist so schön und inspiriert uns Solothurner.“