Monika Rubeli, Zuchwil

Primarschullehrerin

Schluss mit dem Plastik - es geht auch anders!

«Plastiktüten sind häufig ein Wegwerf-Produkt. Doch ihre Herstellung braucht viele Ressourcen und bei der Verbrennung entstehen Klimagase. Zudem verdreckt Plastikmüll nur allzu oft unsere Natur», weiss die Lehrerin Monika Rubeli. Deshalb suchte sie mit ihrer Schulklasse, der 6e des Schulhauses Unterfeld Zuchwil, eine nachhaltige Alternative für Plastiktüten.

«Wir nähten 120 Säcke aus weissem Stoff. Die waschbaren Beutel können oben mit einer Schnur zugezogen werden und haben eine farbige Lasche an der Seite», erzählt sie. Was genau ist ihre Verwendung?

«Es sind Mehrwegsäcke für den Einkauf von Obst und Gemüse. Aufgrund des Eigengewichts von 16 Gramm werden die Lebensmittel zuerst abgewogen und dann erst im Beutel verstaut. Der Preiskleber aus der Waage heftet man einfach an die Lasche.» Dank der Stoffsäcke entsteht weniger Plastikmüll. Ein Gewinn für die Umwelt.

Am Zuchwiler Tag der Natur 2017 stellte die Klasse 6e ihr Projekt vor laufender Kamera vor. Zwei Mitarbeiterinnen der Swisscom drehten dazu einen Film. «Unser Projekt entstand im Rahmen der Swisscom Initiative „Energie- und Klimapioniere“», erklärt Rubeli und ergänzt: «Beim Schulbesuch eines Klimapioniers entstand die Idee, Stoffbeutel zu nähen.» Am Tag der Natur erhielten alle Helferinnen und Helfer ihr Znüni in einem Stoffsack. Die Begeisterung war riesig.

Monika Rubeli und ihre Klasse schufen eine einfache Möglichkeit, den Plastikverbrauch beim Einkaufen zu senken. Das Projekt überzeugt aber auch aus einer anderen Perspektive. «Die Kinder lernten, dass es wichtig ist, die natürlichen Ressourcen zu schonen. Ausserdem spürten sie, dass alle mit kleinem Aufwand zu einem guten Umgang mit der Umwelt beitragen können», ist Monika Rubeli überzeugt.  

Film zum Projekt

Fotodukumentation auf der Seite der Energie- und Klimapioniere