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Christoph Biedermann, Wiedlisbach

Cartoonist

Ein Künstler beobachtet mit dem Zeichenstift

Dieser Cartoonist ist ein Bauernsohn. Die Liebe zur Natur und die Sorge darum wurden ihm in die Wiege gelegt. „Mein Vater würde allerdings staunen, dass aus mir ein Vegetarier geworden ist“, schmunzelt er.
Schon als Bub konnte er gut zeichnen. Mit den Jahren versuchte er mit Humor und seinem Stift auf Missstände hinzuweisen. „Ein Moralapostel möchte ich nicht sein und auch kein Fundi. Unsere Kinder haben mich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, das versuche ich, so gut ich kann.“

Er legt seit Jahren die 12 Kilometer von seinem Wohnort ins Büro mit dem Fahrrad zurück. Das ist für ihn ein Beitrag an den Klimaschutz. „Aber ebenso wichtig ist mir die Freude, wenn ich Menschen, denen ich täglich unterwegs begegne, zuwinken kann.“

Christoph Biedermann drückt sich am liebsten in Bildern aus. Er greift zu einem Cartoon, den er für ein Festival zeichnete. Der Holzfäller steht für Wut und Trauer eines Ästheten über die fortschreitende Überbauung des Mittellandes mit Verteilzentren.

Mit einer Gruppe von Nachbarn wehrte er sich erfolgreich gegen eine Einzonung. „Auch das war Klimaschutz“, meint er.  Ebenso wichtig war ihm, dass es keinen Streit gab und alle Beteiligten eine einvernehmliche Lösung fanden.

„Ich bin kein Klimaheld. Wir haben ein Auto und wohnen in einem Einfamilienhaus. Geflogen sind wir bis heute nur einmal mit unseren drei Kindern, nicht schlecht, oder?“ lacht der Künstler.