Georg Nussbaumer, Hauenstein

Revierförster

Hier wächst Bauholz für die Zukunft

Georg Nussbaumer ist am Hauenstein aufgewachsen. Sein Lieblingsbaum ist ein Bergahorn, den er hegt und pflegt und voller Stolz allen Besuchern zeigt.

Auf den Klimawandel angesprochen, meint er:“ Das Waldsterben in den 80iger Jahren hat die Forstwirtschaft sensibilisiert. Seit dem Sturm Lothar 1999 und dem Trockenjahr 2003 sprechen wir über den Klimawandel. Die Wälder werden alle Veränderungen überleben. Aber wenn wir sie auch weiterhin als Lieferanten von Bauholz nutzen wollen, braucht es Anpassungen.“

Er zeigt uns eine Schneise, die der Sturm in den Wald fräste. Danach wurden hier Douglasien gepflanzt, Nadelbäume, die nicht anfällig auf Borkenkäfer sind und die Trockenheit besser ertragen als Rottannen. Lärchen sind bei Waldbesitzern ebenfalls beliebter als früher“, erklärt der Förster.

Die Folgen des Klimawandels sind vor allem am Waldrand sichtbar. Wo Steilränder entstehen oder Bäume freigestellt werden, reagieren die Laubbäume empfindlich. Die Endtriebe der Buchen sind oft geschädigt und tragen kaum mehr Blätter. Einstrahlung und Hitzestress setzen den Bäumen zu.

Noch etwas hat sich verändert: Früher wurden schwere Maschinen zur Holzernte vor allem im Winter eingesetzt, wenn die Waldböden gefroren waren. Da die Böden nur noch wenige Tage gefroren sind, fällt die Holzernte zunehmend in den Frühherbst wenn die Böden möglichst trocken sind.

Der Besuch im Wald zeigt, dass die Umstellung auf den Klimawandel bereits Realität ist. Georg Nussbaumer setzt auf einen durchmischten Wald. „Vielfalt tut dem Wald gut, genau wie uns Menschen auch.“