Annette Oberholzer-Bregger, Solothurn

Geografin

Das Stadtleben erleichtert mir ein ökologisches Verhalten

Stadt oder Land? Das Leben in der Stadt ist praktisch. Das Angebot ist gross, die Wege sind kurz. Das weiss Annette Oberholzer. Die gebürtige Solothurnerin und ihre Familie haben sich deshalb immer für ein Leben in der Stadt entschieden: „Zwar ist ein Haus auf dem Land eine schöne Vorstellung, doch die Vorteile der Stadt überwiegen.“ Dazu zählen die nahegelegenen Schulen, die Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, das kulturelle Angebot und der öffentliche Verkehr. „Alles ist auf engem Terrain vorhanden. Dadurch lassen sich alle alltäglichen Besorgungen bequem und umweltfreundlich zu Fuss oder mit dem Rad bewältigen.“

Das ist Annette Oberholzer wichtig. Als begeisterte Ruderin und Wanderin ist sie viel in der Natur unterwegs, geniesst Morgenstimmungen auf der Aare und schätzt die Fernsicht von Höhenwegen. Dabei bleiben jedoch Beobachtungen, die ihr Sorgen machen, nicht aus: „Eine Hochtour auf dem Oberaargletscher hat mir kürzlich gezeigt, wie gravierend der Gletscherschwund ist. Der Zustieg zur Berghütte wird immer schwieriger und erfordert heute eine richtige Kletterpartie.“

Solche Beobachtungen bestärken Annette Oberholzer-Bregger, als Transportmittel weiterhin aufs Fahrrad zu setzen: „Ich verhindere damit CO2-Emissionen und bin erst noch schneller unterwegs als mit dem Auto. Ich kann am Autostau vorbeifahren und direkt vor einem Laden oder einem Marktstand parken.“ Und das Gepäck? „Kein Problem“, schmunzelt sie, „dank den wetterfesten, festmontierten Gepäcktaschen oder dem Einkaufswägeli, das ich am Velo-Gepäckträger befestigen kann, lässt sich bei jedem Wetter auch ein Wocheneinkauf für eine Familie bequem mitführen.“