Domininque Oser, Nuglar

Co-Initiantin und bio-dynamische Landwirtin der Nuglar Gärten

Gemeinsam ackern für einen nachhaltigen Wandel

„Im Herbst ist es heute vermehrt trocken, dadurch können unsere Quinoa-Pflanzen besser ausreifen“, stellt Dominique Oser, Co-Initiantin der Nuglar Gärten fest. „Wegen den klimatischen Veränderungen ändert sich der jahreszeitliche Rhythmus der Pflanzen: im Herbst blühen unsere Pflanzen länger und im Frühling können wir früher aussäen.“

Seit fünf Jahren engagiert sich Dominique Oser für das gemeinschaftlich getragene Landwirtschaftsprojekt Nuglar Gärten. Ihr liegt eine achtsame Beziehung zwischen den Menschen und der Natur am Herzen. „Zuerst haben wir uns mit der Umgebung, insbesondere mit der Bodenqualität und dem Wasserhaushalt vertraut gemacht, damit wir angepasst und nachhaltig anbauen können,“ beschreibt sie die Startphase des Projekts. Wichtig ist ihr vor allem der sorgsame Umgang mit Wasser: „Wir mulchen sehr viel und achten darauf, dass der Boden ständig bedeckt und durchwurzelt ist. Dadurch verdunstet weniger Wasser, und wir müssen kaum bewässern.“ Mit dem Mulchen steigt auch der Humusgehalt und damit die Kapazität des Bodens CO2 zu speichern. Besonderen Wert legt die Gartengemeinschaft auf die Sortenwahl: „Alte Sorten sind robuster. Wenn wir sie zudem selber vermehren, passen sie sich an den Standort und die klimatischen Veränderungen an.“

Die Nuglar Gärten (nuglargaerten.ch) haben 2016 mit ihrem Gemüse, Getreide und Kräutern rund 40 Haushalte ernährt. Die Anzahl Abos wächst fortlaufend mit der Weiterentwicklung des Projekts. Rund die Hälfte der Abos sind „Mitmach-Abos“. „Unsere Mitglieder können so selbst erfahren, was es bedeutet für einen nachhaltigen Wandel zu ackern.“